PWP - Private Wealth Police

Schenken mit Vetorecht: Vermögen übertragen, ohne die Kontrolle aufzugeben

9. Juli 2026

Viele Eltern möchten Vermögen bereits zu Lebzeiten an die nächste Generation weitergeben. Gleichzeitig stellt sich dabei häufig eine zentrale Frage:

Wie kann Vermögen frühzeitig übertragen werden, ohne wichtige Mitspracherechte vollständig aus der Hand zu geben?

Denn gerade bei größeren Vermögenswerten geht es nicht nur um die Frage der Übertragung. Es geht auch darum, sicherzustellen, dass das Vermögen langfristig erhalten bleibt und entsprechend der ursprünglichen Planung verwendet wird.

 

Ein Beispiel aus der Praxis

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Ein Vater schenkt seiner Tochter einen Teil seines Vermögens. Einige Jahre später möchte die Tochter das Geld kurzfristig verwenden, um sich einen teuren Sportwagen zu kaufen. Der Vater ist jedoch überzeugt, dass das Vermögen langfristig erhalten bleiben und später beispielsweise für eine Immobilie, den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge genutzt werden sollte.

Genau für solche Situationen bietet die Private Wealth Police der Vienna-Life eine interessante Gestaltungsmöglichkeit: das Schenken mit Vetorecht.

 

Die Ausgangssituation

Eine Anlegerin oder ein Anleger möchte Vermögen frühzeitig an das eigene Kind übertragen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass wichtige Entscheidungen weiterhin gemeinsam getroffen werden.

Das Ziel ist daher eine schrittweise Vermögensübertragung, bei der der Schenkende weiterhin ein Mitspracherecht behält.

 

Die Lösung: zwei Versicherungsnehmer innerhalb einer Private Wealth Police

Die Private Wealth Police kann mit zwei Versicherungsnehmern geführt werden. Dadurch ist es möglich, die Versicherungsnehmereigenschaft prozentual zwischen zwei Personen aufzuteilen.

Ein Beispiel:

Ein Vater bringt 800.000 Euro in eine Private Wealth Police ein. Er und seine Tochter werden gemeinsam Versicherungsnehmer. Zu Beginn halten beide jeweils 50 % am Vertrag.

Die hälftige Beteiligung der Tochter entspricht wirtschaftlich einer Übertragung von 400.000 Euro. Diese Gestaltung kann im Rahmen der persönlichen steuerlichen Freibeträge relevant sein.

Nach Ablauf von zehn Jahren kann der Vater seinen Vertragsanteil weiter reduzieren und erneut Vermögen auf die Tochter übertragen. Auf diese Weise kann eine schrittweise Weitergabe größerer Vermögen geplant werden.

 

Warum bleibt mindestens 1 % beim Vater?

Entscheidend ist, dass der Vater mindestens 1 % der Vertragsbeteiligung behält.

Dadurch bleibt er weiterhin Mitversicherungsnehmer. Änderungen am Vertrag oder Auszahlungen können nur erfolgen, wenn beide Versicherungsnehmer zustimmen.

Das bedeutet in der Praxis: Die Tochter könnte nicht eigenständig Vertragsvermögen entnehmen, um sich den im Beispiel genannten Sportwagen zu finanzieren. Der Vater hätte weiterhin die Möglichkeit, einer solchen Entnahme zu widersprechen.

So entsteht ein sogenanntes Vetorecht. Dieses Vetorecht kann dazu beitragen, dass das Vermögen entsprechend der ursprünglichen Planung erhalten bleibt.

 

Vermögensübertragung mit langfristiger Planung

Durch die prozentuale Ausgestaltung der Versicherungsnehmereigenschaft lässt sich die Vermögensübertragung flexibel planen.

Dabei können mehrere Ziele miteinander verbunden werden:

  • frühzeitige und schrittweise Vermögensübertragung
  • mögliche Nutzung steuerlicher Freibeträge
  • Erhalt wichtiger Mitspracherechte
  • langfristige Strukturierung von Familienvermögen
  • generationenübergreifende Vermögensplanung

Damit bietet das Schenken mit Vetorecht eine Möglichkeit, Vermögen bereits zu Lebzeiten weiterzugeben, ohne die Kontrolle vollständig aufzugeben.

 

Fazit

Das Schenken mit Vetorecht verbindet zwei zentrale Anliegen vieler Familien: die frühzeitige Vermögensübertragung an die nächste Generation und den Erhalt wichtiger Mitspracherechte.

Die Private Wealth Police ermöglicht dabei eine flexible prozentuale Ausgestaltung der Versicherungsnehmereigenschaft. Dadurch kann Vermögen schrittweise übertragen werden, während wesentliche Entscheidungen weiterhin gemeinsam getroffen werden müssen.

So kann Vermögen generationenübergreifend strukturiert weitergegeben werden, ohne dass der Schenkende die Kontrolle vollständig aus der Hand gibt.

FAQ

Warum behält der Schenkende mindestens 1 % der Vertragsanteile?

Durch den verbleibenden Anteil bleibt der Schenkende weiterhin Mitversicherungsnehmer. Dadurch können Änderungen oder Auszahlungen nur mit Zustimmung beider Versicherungsnehmer erfolgen.

Was bedeutet das Vetorecht in der Praxis?

Das Vetorecht sorgt dafür, dass wichtige Entscheidungen rund um den Vertrag gemeinsam getroffen werden. Eine einseitige Entnahme oder Vertragsänderung ist dadurch nicht möglich.

Kann sich das Vermögen innerhalb der Private Wealth Police weiterentwickeln?

Ja. Solange keine Entnahmen erfolgen, können sich Zinsen, Dividenden und Kursgewinne innerhalb der Private Wealth Police entwickeln. Umschichtungen innerhalb des Versicherungsmantels können dabei steuerlich vorteilhaft sein.

Wie viele Personen können an einer Private Wealth Police beteiligt werden?

Innerhalb einer Private Wealth Police der Vienna-Life können bis zu zwei Versicherungsnehmer und bis zu vier versicherte Personen bestimmt werden.

Für wen kann diese Gestaltung interessant sein?

Das Schenken mit Vetorecht kann insbesondere für Familien interessant sein, die Vermögen frühzeitig an Kinder oder die nächste Generation übertragen möchten, dabei aber weiterhin bei wesentlichen Entscheidungen mitwirken wollen.

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